Leistungen Kleintiere / Innere Medizin

Je nach Tierart (Hund, Katze, Frettchen, Kaninchen, usw.) müssen/können verschiedene Impfungen durchgeführt werden.

Leistungen

  • Impfungen des Hundes

Vor der Impfung:
Für die Impfung muss das Immunsystem des Tieres aktiv werden (sich mit dem Impfstoff auseinandersetzen und einen Schutz ausbilden) – dies setzt voraus, dass das Tier gesund und nicht bereits durch Parasiten oder einer Erkrankung geschwächt ist. Aus diesem Grund muss jedes Tier vor der Impfung tierärztlich untersucht werden (Allgemeinuntersuchung). Liegt eine Erkrankung vor, muss diese zunächst behandelt und die Impfung verschoben werden. Aus diesem
Grund empfiehlt es eine notwendige Wurmkur circa eine Woche vor der Impfung durchzuführen.

Core- und Non-Core-Impfungen: Dafür wird zwischen so genannten Pflichtimpfstoffen (Core-Vakzinen) und Wahlimpfstoffen (Non-Core-Vakzinen) unterschieden.
CORE: Gegen diese Erkrankungen sollte/muss jedes Tier jederzeit geschützt sein, da sie auf Menschen übertragen werden können (Tollwut, Leptospirose) oder zur Lebensgefahr des Tieres führen können (Staupe, Parvovirose).
NON-CORE: Diese Erkrankungen sind nicht weniger wichtig, die Tiere sollten je nach den besonderen Umständen (Alter, Gesundheitszustand, regionaler Gegebenheiten, Haltungsbedingungen) gegen sie geschützt sein.

Nach der "Leitlinie zur Impfung von Kleintieren" (StlKo Vet.) sollten Hunde in Deutschland grundsätzlich gegen
- Staupe (S): Viruserkrankung, die den gesamten Körper und das Nervensystem befällt
- Hepatitis contagiosa canis (H): Viruserkrankung; ansteckende Leberentzündung
- Parvovirose (P): Viruserkrankung; schwere Durchfälle v.a. bei Welpen und Junghunden
- Leptospriose (L): bakterielle Erkrankung, die v.a. Leber und Niere befällt
und Tollwut (T): Viruserkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist und immer tödlich verläuft geimpft werden.
Individuell können noch weitere Impfungen wie z.B. gegen
- Parainfluenza (Pi): virale Komponente des Zwingerhustenkomplexes
- canines Herpesvirus (CHV-1): virale Komponente, die zu Fruchtbarkeitsstörungen der Hündin und Welpensterben assoziiert ist
- Bordetella bronchiseptica (Bb): bakterielle Komponente des Zwingerhustens
- Borreliose: bakterielle Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird
- Babesia canis: von Zecken übertragbare Infektionskrankheit, die die roten Blutkörperchen befällt
- Pilzimpfung (Dermatophyten, Trychophyten und Mikrosporidien): bei Hunden, die häufig zu Pilzinfektionen der Haut neigen, durchgeführt werden.

Nach der Impfung:
Damit das Immunsystem einen optimalen Impfschutz ausbilden kann, sollte der Hund mindestens am Tag der Impfung keinen extremen körperlichen Belastungen (Hundesport, Welpenspielgruppe, etc.), starker Wärme oder Stress-Situationen ausgesetzt werden.
Dadurch, dass das Immunsystem durch die Impfung aktiviert wird, kann es auch vorkommen, dass das Tier ein bis zwei Tage etwas müder als normal oder gar fiebrig ist.

Wir beraten Sie gerne!