Kleintiere

Notfall

In akuten / lebensbedrohlichen Notfällen, sollten Sie unbedingt Ruhe bewahren.

Bevor Sie losfahren, benachrichtigen Sie uns bitte auf jeden Fall vorab telefonisch (Telefon: 0 53 53 - 99 02 80).

Bitte beachten Sie, dass im Kleintierbereich nicht immer ein Tierarzt vor Ort ist. Im Falle eines akuten/ lebensbedrohlichen Notfalles ist mit uns telefonisch vorab Kontakt aufzunehmen.
Bei dem Telefonat kann geklärt werden, wie schnell Handlungsbedarf besteht und ob Sie mit Ihrem Tier im Notdienst vorstellig werden müssen.

Sind Sie sich unsicher ob es sich um einen Notfall handelt, haben wir hier für Sie eine Liste (siehe unten) zusammengestellt. 

Im Notdienst sind Hausbesuche im Kleintierbereich leider nicht möglich.

Nennen Sie dabei bitte immer deutlich Ihren Namen, den Namen Ihres Tiere und die Symptome, die es aufweist. Auch Aussagen über den Kreislaufzustand Ihres Tieres (Färbung der Maulschleimhaut, Kapilläre Rückfüllungszeit, Atmung, Körpertemperatur) können uns helfen Ihre Notlage rasch einzuschätzen.

Bitte beachten Sie: Im Notdienst müssen Sie mit erhöhten Gebühren rechnen, welche sofort per Bar- oder EC-Zahlung zu begleichen sind.

 

Was ist ein Notfall? (einige Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, alphabetisch)

  • Atemnot, insbesondere bei Herzpatienten
  • große Bissverletzungen/ blutende Verletzungen (die >3 cm groß sind und nach 10 Minuten nicht zum Stillstand kommen)
  • stark blutiger Durchfall/Erbrechen (insbesondere bei Jungtieren)
  • hohes Fieber (>40°C)
    • Geburtsstörung (Feststeckende Frucht, zu lange Zeit zwischen den Welpen/Kitten (>4h, starke Presswehen ohne Fortschritt nach 30min), Wehenschwäche
  • Krampfanfälle
  • Magendrehung (erfolgloses Erbrechen, plötzliche Auftreibung im Bauchraum, keine Futteraufnahme, Unruhe)
  • plötzliche Lahmheit mit massiver Schmerzproblematik (die auch nach 2-3 Stunden nicht besser wird)
  • plötzliche Lähmungen
  • Trauma, offene Fraktur, Unfälle (Schockgeschehen noch 24-48h später möglich!)
  • Vd. a. Vergiftung (Aufnahme von Schokolade (mit hohem Kakao-Anteil); Schneckenkorn, Mäuseköder, ungeeigneten Medikamenten)
  • Verbrennungen, Hitzschlag
  • "Der letzte gemeinsame Gang" (Euthanasie/Erlösung eines sich quälenden Tieres)

 

 

Was ist kein Notfall und hat meist noch bis zur regulären Sprechstunde Zeit:

  • abgerissene Krallen/ Krallenverletzungen, kleine Verletzungen, aufgekratzte Warzen o.ä. welche nach 10 Minuten nicht mehr bluten
  • Erbrechen oder Durchfall (welches schon seit ein paar Tagen beobachtet wird, wenn das Tier gleichbleibend stabil ist, auch mit kleinen Blutbeimengungen)
  • leichte Lahmheit einer Gliedmaße, Lahmheit die nach 2-3 Stunden besser wird; v.a. Welpen reagieren oft nur akut stark schmerzhaft
  • Parasitenbefall (Zecken-, Floh- und Wurmbefall)
  • Rolligkeit (jungen Kätzin)

 

Bei leichteren Fällen von Durchfall, kleineren Verletzungen oder ähnlichen Erkrankungen können Sie und auf Ihre Tierhausapotheke zurückgreifen. Gerne stehen wir Ihnen bei der Bestückung solch einer Apotheke -innerhalb der Sprechzeiten- beratend zur Seite.

Es empfiehlt sich immer etwas Reis & Hühnchen als Schonkost u./o. eine Elektrolytpaste oder -pulver im Haus zu haben bei Tieren mit Durchfall oder Erbrechen . Auch kann ein leichtes Schmerzmittel bei Lahmheiten (bitte geben Sie KEINE Schmerzmittel für den Menschen wie Aspirin oder Diclofenac an ihr Tier! Human-Präparate können zum Tod Ihres Tieres führen!), eine Wundsalbe oder –spray für die Versorgung kleinerer Wunden und natürlich Verbandmaterial hilfreich sein.

Findling: Haben Sie ein verletztes herrenloses Tier gefunden, sollten Sie die Polizei verständigen. Diese bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Wenn Sie selbst das verletzte und herrenlose Tier nach telefonischer Rücksprache mit unserem Tierarzt in unserer Klinik bringen, haben Sie für die entstandenen Kosten aufzukommen.

Bei Wildtieren wie Igeln oder Wildvögeln wenden sie sich bitten an eine Wildtierauffangstation oder z.B. an die Tierärztliche Hochschule Hannover.